Chemisches Recycling – Wie Plastikmüll zu Öl wird und warum das den Markt revolutioniert

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Appenzell (ots) –

Jahrzehntelang wurde versucht, den Kunststoff-Abfall auf Deponien zu lagern oder ihn zu verbrennen. Diese Methoden sind jedoch weder nachhaltig noch umweltfreundlich. Diese Problematik hat auch der Entwickler Cyrill Hugi erkannt und eine Lösung gefunden.

„Wir haben die Möglichkeit entwickelt, Plastikmüll in synthetisches Öl zu verwandeln, das in der Industrie wiederverwendet werden kann“, erklärt der Geschäftsführer des Schweizer Unternehmens enespa. Gerne verrät Cyrill Hugi in diesem Gastbeitrag, wie Plastikmüll zu Öl wird und warum das den Markt revolutionieren wird.

Das Problem mit dem Plastikmüll

Die Produktion von Plastikmüll ist ein globales Phänomen und betrifft nahezu alle Bereiche des täglichen Lebens: Ob in der Verpackungsindustrie oder im Konsum von Einwegartikeln – Plastikmüll ist allgegenwärtig. Dabei stellt Plastikmüll ein großes Problem für die Umwelt dar und hat bereits verheerende Auswirkungen auf unsere Natur. Jedes Jahr wird eine unvorstellbare Menge an Plastik produziert, die nur sehr langsam zersetzt wird und dabei schädliche Stoffe freisetzt. Dies führt nicht nur zu einer Beeinträchtigung des Ökosystems, sondern auch zu gesundheitlichen Risiken für Mensch und Tier.

Besonders besorgniserregend ist dabei, dass ein Großteil davon illegal entsorgt oder nicht recycelt wird und somit in der Natur landet. Insbesondere unsere Weltmeere sind von diesem Problem betroffen und leiden unter den Auswirkungen von Plastikverschmutzung. Hier müssen dringend Lösungen gefunden werden, um den Schutz der Umwelt zu gewährleisten. Eine vielversprechende Lösung für das Problem des Plastikmülls ist das chemische Recycling, bei dem Plastik in synthetisches Öl umgewandelt wird.

Chemisches Recycling als vielversprechende Lösung für Plastikverschmutzung

Chemisches Recycling bietet eine vielversprechende Lösung für das Problem der Plastikverschmutzung und kann dabei helfen, die endlichen Ressourcen der Erde zu schonen. Im Gegensatz zu mechanischem Recycling ermöglicht das chemische Recycling die Wiederverwertung von Kunststoffen, die aufgrund von Verunreinigungen oder Materialmischungen sonst nicht recycelt werden könnten.

Das Verfahren ist auch weniger energieintensiv als andere Methoden wie die Verbrennung von Plastikabfällen. Durch chemisches Recycling können Kunststoffabfälle als wertvolle Ressource betrachtet und in der Industrie wiederverwendet werden. Dadurch wird der Bedarf an neuen Rohstoffen reduziert und letztendlich zu einer nachhaltigeren und umweltfreundlicheren Herstellung von Kunststoffprodukten geführt.

Wie funktioniert das chemische Recycling von Plastikabfällen?

Das chemische Recycling ist ein aufwändiges Verfahren, bei dem der Kunststoffabfall in synthetisches Öl umgewandelt wird. Hierfür werden die Kunststoffe zunächst zerkleinert und in einem geschlossenen Reaktor unter hohem Druck und hoher Temperatur zersetzt. Dadurch entsteht ein Gemisch aus flüssigen und gasförmigen Kohlenwasserstoffen, das durch weitere Verarbeitung zu synthetischem Öl veredelt wird.

Die modularen Thermolyse-Anlagen von enespa ag setzen dieses Verfahren ein und können gemischten Kunststoffabfall nahezu CO2-neutral in hochwertiges Produktöl umwandeln. Der Thermolyse-Prozess ist dabei ganzheitlich und nachhaltig und enthält bis zu 90 Prozent der chemischen Energie des Plastikabfalls. So wird aus einem sonst unbrauchbaren Abfallprodukt eine wertvolle Ressource gewonnen, die sogar in der Produktion von weißen Plastikprodukten verwendet werden kann.

Ein weiterer Vorteil des chemischen Recyclings ist, dass es auch eine Lösung für die schwierige Entsorgung von gemischtem oder kontaminiertem Kunststoffabfall darstellt, der normalerweise auf Deponien oder durch Verbrennung entsorgt wird. Mit der thermischen Zersetzung in geschlossenen Reaktoren werden gefährliche Emissionen und Toxine vermieden. Das synthetische Öl, das aus diesem Verfahren gewonnen wird, ist von hoher Qualität und kann für eine Vielzahl von Anwendungen verwendet werden.

Wie das chemische Recycling den Markt für Kunststoffe revolutioniert

Das chemische Recycling von Kunststoffabfällen hat das Potenzial, den Markt für Kunststoffe zu revolutionieren. Das synthetische Öl, das bei diesem Verfahren gewonnen wird, kann als Rohstoff für die Kunststoffindustrie verwendet werden. Dadurch könnten Kunststoffabfälle in Zukunft als wertvolle Ressource betrachtet werden und einen Beitrag zur Schonung von Rohstoffen und zur Vermeidung von Plastikmüll leisten. Das chemische Recycling kann somit dazu beitragen, die Abhängigkeit von begrenzten Rohstoffquellen zu verringern und die Umweltbelastung zu reduzieren. Es ist an der Zeit, dass die Industrie diese innovative Technologie für sich nutzt und in eine nachhaltige und umweltfreundliche Zukunft investiert.

Über Cyrill Hugi:

Cyrill Hugi, CEO von enespa ag, leitet das Schweizer Unternehmen bei der Entwicklung einer einzigartigen „grünen“ Technologie, die Kunststoffabfälle in hochwertiges Öl umwandelt. Das Unternehmen baut und verkauft modulare Anlagen für Recyclinghöfe, staatliche Institutionen und Konzerne. Das 50-köpfige Team veredelt auch verunreinigte Öle, um hochwertige Spezialöle zu produzieren. Mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung leistet enespa ag einen Beitrag zum Erhalt der Umwelt. Mehr Informationen dazu unter: https://www.enespa.eu/

Pressekontakt:
enespa ag
Vertreten durch: Cyrill Hugi

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Ruben Schäfer
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Quelle: ots