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Earth Overshoot Day 2022: / Zirkuläre Unternehmen reduzieren den Overshoot

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Zürich (ots) –

Der diesjährige Earth Overshoot Day fällt nach Berechnungen des Global Footprint Network auf den 28. Juli. Das bedeutet, dass die Menschheit vom 1. Januar bis zu diesem Tag der Natur so viel abverlangt hat, wie die Ökosysteme des Planeten in einem ganzen Jahr erneuern können.

Der Earth Overshoot Day erinnert uns daran, dass der seit über einem halben Jahrhundert anhaltende Overshoot zu einem massiven Rückgang der Artenvielfalt, einem Überschuss an Treibhausgasen in der Atmosphäre und einem verschärften Wettbewerb um Nahrungsmittel und Energie geführt hat. Dies wird durch ungewöhnliche Hitzewellen, Waldbrände, Dürren und Überschwemmungen noch deutlicher.

Angesichts des absehbaren Klimawandels und Ressourcenknappheit wird die Ressourcensicherheit zu einem immer wesentlicheren Wirtschaftsvorteil. Dies gilt für Städte, Unternehmen und Länder. Es ist kein Vorteil, auf internationale Vereinbarungen zu warten. Vielmehr liegt es im Interesse jeder Stadt, jedes Unternehmens und jedes Landes, selbst aktiv zu werden und die eigene Funktionstüchtigkeit zu stärken, um in der unvermeidlichen Zukunft zu bestehen.

Eine neue Generation von kreislauf-orientierten Unternehmen hat dies bereits erkannt: Sie bieten Produkte und Dienstleistungen an und reduzieren gleichzeitig den Overshoot. Die Expansion solcher Unternehmen bedeutet, dass der globale Overshoot sinkt.

„Kreislauflösungen geben Unternehmen die beste Chance, in einer vorhersehbaren Zukunft erfolgreich zu sein“, sagt Mathis Wackernagel vom Global Footprint Network. „Es gibt viele Beispiele, die zeigen, wie das geht. Wir zeigen viel auf der Power of Possibility (http://www.overshootday.org/pop) Plattform.“

Hier einige Beispiele für Kreislaufunternehmen, allesamt mittelständische Unternehmen aus Deutschland oder der Schweiz:

– Bauwesen: Weltweit fallen jedes Jahr über 6 Milliarden Tonnen Abfälle aus abgerissenen Gebäuden an. Eberhard, ein Schweizer Bauunternehmen, eröffnete vor 10 Monaten die erste Anlage in Europa, welche Mischabbruch in neue, hochwertige, kreislauffähige Sekundärrohstoffe umwandelt. Eine Anwendung ist ein CO2-armer, zirkulärer Beton, der größtenteils aus recycelten Materialien besteht (zirkulit®). Würde weltweit nur solcher Beton genutzt statt der konventionelle, wäre Earth Overshoot Day 2,4 Tage später.

– Wassertechnologie: Alles Leben braucht sauberes Wasser. Um eine sichere Nutzung und Wiederverwendung von Wasser zu ermöglichen, bietet die Aqseptence Group spezialisierte Produkte und Lösungen für Kommunen und Industrie zum Filtern, Trennen und Aufbereiten von Wasser. Durch seine innovativen und nachhaltigen Produkte trägt das Unternehmen zum Erhalt unseres Planeten bei, reduziert CO2-Emissionen und schont nachhaltig unsere natürlichen Ressourcen.

– Abfallrecycling: Durch das Schließen unterschiedlichster Material- und Produktkreisläufe und die Sortierung und Wiederverwertung von großen Abfallströmen einschließlich Kunststoffen, reduziert Interzero die Abhängigkeit der Gesellschaft von neuen Rohstoffen. Basierend auf den Daten von Interzero haben Forscher des Global Footprint Network bestätigt, dass für jeden Euro, den das Unternehmen mit seinen Zero-Waste-Lösungen an Mehrwert generiert, der weltweite Overshoot um über 28 globale Quadratmeter schrumpft. Im Gegensatz dazu vergrößert sich der globale Overshoot mit jedem Euro Wirtschaftsleistung, der der Weltwirtschaft hinzugefügt wird, im Durchschnitt um 2,6 globale Quadratmeter. Das bedeutet, dass Interzero pro Euro Wirtschaftsleistung 10-mal mehr an unseren Planeten zurückgibt, als die Weltwirtschaft, ihn im Durchschnitt überbeansprucht. Ohne Interzero würde der Earth Overshoot Day weltweit 4 Minuten und 20 Sekunden früher stattfinden. Der Beitrag ist also global messbar.

Unternehmen, die in der Lage sind, gefragte Güter und Dienstleistungen zu produzieren und gleichzeitig den globalen Overshoot reduzieren, sind besser für die vorhersehbare Zukunft aufgestellt. Die Wahrscheinlichkeit, dass solche Unternehmen gebraucht werden und daher wertvoll bleiben, ist höher als bei Unternehmen, die diese globalen Trends ignorieren.

Für mehr Info:

In English – here (https://www.overshootday.org/newsroom/press-release-circular-businesses-reversing-overshoot-english/)

www.overshootday.org/circularbusinesses

Beispiele zur Macht der Möglichkeiten (Power of Possibility (http://www.overshootday.org/pop)):

– Circular Companies (https://www.overshootday.org/portfolio/circular-companies/)
– Low-carbon circular concrete (https://www.overshootday.org/portfolio/low-carbon-circular-concrete-eberhard/)
– Construction waste recycler (https://www.overshootday.org/portfolio/construction-waste-recycler/)

Pressekontakt:
Dr. Marta Antonelli (Schweiz), Global Footprint Network
[email protected] | +41 78 656 2844Astrid Gloor, Eberhard Bau AG
[email protected] | +41 79 256 75 78Mathias Kreutzmann, Interzero
[email protected] | +49 151 72 47 6504Sabrina Reitz, Aqseptence Group
[email protected], +49 6120 28-2120
Original-Content von: Global Footprint Network, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

Claudia Hoffmann
Claudia Hoffmannhttps://gruenspar.de
Ich probiere gerne immer wieder neue Sachen aus und seit etwas längerer Zeit beschäftige ich mich auch immer mehr mit dem Thema „grüner“ Leben. Ich versuche so gut es geht Ressourcen zu sparen, liebe umweltbewusste Optionen, Naturprodukte und wenn ich obendrauf auch noch Geld sparen kann, ist es optimal. Ich finde es sehr wichtig, dass jeder seinen Beitrag zur Umwelt leistet und ich finde heutzutage gibt es so viele Optionen der Umsetzung. Jeder Schritt, egal wie groß oder klein er ist, kann dazu beitragen!

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