MagazinImpact Investing: Auch Altersvorsorge und Vermögensaufbau können grün sein

Impact Investing: Auch Altersvorsorge und Vermögensaufbau können grün sein

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Viele Privathaushalte in der Bundesrepublik sind bereits heute sehr nachhaltig orientiert und sorgen im Alltag dafür, dass der eigene ökologische Fußabdruck möglichst klein bleibt. Doch beim Thema Geldanlage sind viele Verbraucher sich unsicher: Kann man mit gutem Gewissen private Altersvorsorge am Kapitalmarkt betreiben und so der Rentenlücke entgehen? Der folgende Artikel wirft einen Blick auf das immer bekannter werdende Thema des Impact Investings – und wie man Nachhaltigkeit mit Rendite kombiniert.

Geld grün anlegen: Geht das?

Viele Menschen in Deutschland fragen sich, ob es praktisch überhaupt möglich ist, die eigene Altersvorsorge und den Vermögensaufbau so zu betreiben, dass man damit die Umwelt schützt. Die kurze Antwort ist: Ja! So können auch private Anleger und Sparer durch richtige Investitionen dafür sorgen, dass mehr Umweltschutz an den Märkten gelebt wird. Der Grund dafür ist simpel: Am Finanzmarkt sammeln Firmen (hauptsächlich in Form des Verkaufs von Aktien) Geld ein, welches sie daraufhin etwa für Investitionen, für Forschung und Entwicklung oder für den Ausbau des eigenen Personals verwenden können. Durch den Wandel zum Impact Investing sorgen Anleger dafür, dass diese zusätzlichen finanziellen Mittel in höherem Maße nachhaltigen Firmen zugutekommen. Die Folge: Je stärker Privatanleger auf Umweltschutz, grüne Energien und nachhaltiges Wirtschaften achten, desto besser stehen genau diese nachhaltigen Firmen im Vergleich zu ihrer weniger umweltbewussten Konkurrenz da. Laut der „Bundesinitiative Impact Investing“ lag das Volumen mit grünen Investitionen im Jahr 2020 bereits bei 6,5 Milliarden Euro! Noch Ende 2015 hatte dieser Wert bei knapp unter 70 Millionen Euro gelegen.

Welche Investments eignen sich?

Im Prinzip lassen sich Rendite und Umweltschutz also problemlos verbinden. Doch welche Investments lohnen sich, damit man nicht auf das bekannte „Greenwashing“ hereinfällt, bei dem Firmen lediglich so tun, als würden sie die Umwelt schützen?

Zum einen kommen hier digitale Investments in Form von Kryptowährungen infrage: Noch vor zehn Jahren galten Bitcoin und Co. als Energiefresser, inzwischen ist die Berechnung der Coins allerdings energieschonend möglich – und die virtuellen Münzen hinterlassen keinerlei Umweltschäden oder Abfallprodukte. Neben Bitcoin gibt es am Markt zudem viele weitere Investitionsmöglichkeiten: Die Coin Monero etwa legt das Hauptaugenmerk auf Datensicherheit und Anonymität der Nutzer – und schont zudem Ressourcen bei der digitalen Herstellung. Wer Monero online kaufen will, kann dies über bekannte Broker wie Capital.com tun und gekaufte Coins dann auch umweltschonend in einem virtuellen Geldbeutel (einer sogenannten „Wallet“) speichern. In der Wallet werden außerdem die Adresse für das Empfangen und Senden der Kryptowährungen sowie Public und Private Keys gespeichert.

Für Privatanleger eignen sich auch grüne ETFs gut. ETFs sind Indexfonds, die günstig gehandelt werden können. Wichtig ist dabei die Investition in sogenannte „ESG ETFs“. ESG steht für Environmental, Social and Governance – also für Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Auch das Kürzel „SRI“ (für „Socially Responsible Investment“) ist ein gutes Zeichen, dass die eigene Geldanlage nachhaltig ist.

Im Investment-Fonds Bereich ist die grüne Investition noch einfacher: Denn laut Gesetz sind Fondsmanager dazu verpflichtet, in Whitepapern exakt aufzuschlüsseln, wie der Fonds investieren wird, also welchen Regeln er sich freiwillig unterwirft.

Quelle: Unsplash

Fazit

Auf diese Weise können Privathaushalte sowohl das eigene Vermögen mehren, als auch für mehr Nachhaltigkeit in der Wirtschaft sorgen. Und als Anlage eignen sich grüne Investitionen ohnehin gut: Beinahe 10 Prozent Rendite konnten etwa Ökofonds in den letzten Jahren annualisiert erwirtschaften. Es zeigt sich: Der Trend geht ganz klar hin zum verantwortungsvollen Investieren. Für Privatanleger ist dies eine gute Nachricht – denn ohne (nachhaltige!) Geldanlage ist der Rentenlücke im Jahr 2021 nicht mehr beizukommen.

Lena Schnellhttps://gruenspar.de
Meine Eltern waren schon immer sehr umweltbewusst und seit ich für mein Ökologie Studium ausgezogen bin, versuche auch ich ohne Plastik zu leben und die Nachhaltigkeit in meinem Alltag zu verbessern. Nicht jeder hat das Glück, es bereits vorgelebt zu bekommen, deswegen möchte ich meinen Teil dazu betragen, auch anderen zu zeigen, wie einfach es sein kann. Denn nur, wenn wir mit anderen darüber sprechen und unsere Erfahrungen teilen, können wir andere unterstützen, den gleichen Weg zu gehen.

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