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Interview: „Green Meeting“ bedeutet nicht Verzicht auf Komfort / Andreas Grunszky, Geschäftsführer der Event- und Digital Agentur BEEFTEA group, über nachhaltige und CO2-freie Events

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Berlin (ots) – Andreas Grunszky ist Geschäftsführer der Event- und Digital Agentur BEEFTEA group und berät Unternehmen und Verbände bei der Durchführung von klimaneutralen Events.

Was versteht man unter „Green Meetings“?

Andreas Grunszky (AG): „Green Meetings“ sind Veranstaltungen, die in jedem Planungsschritt auf Nachhaltigkeit achten. Unser Ziel ist es, ein Event zu veranstalten, dass möglichst wenig CO2 verbraucht und dadurch klimaneutral ist. Neben Umweltaspekten spielen auch die Einhaltung von Compliance-Regeln, Corporate Social Responsibility (CSR) und Mitarbeiterkomfort eine Rolle.

Kann ein Event überhaupt CO2-frei sein?

AG: Wir fragen bei jedem Planungsschritt: Wo können wir CO2 vermeiden, reduzieren oder kompensieren? CO2 vermeiden, lässt sich durch eine klimafreundliche Anreise der Teilnehmenden. Reisen im Fernverkehr sind mit der Bahn wesentlich klimafreundlicher als mit dem Flugzeug. Die Bahn betreibt ihre Züge mit Ökostrom, was die Klimabilanz verbessert. Auf Events verwenden wir LED-Lichttechnik und reduzieren damit CO2.In Bereichen, in denen eine Einsparung noch nicht möglich ist, kompensieren wir durch den Kauf von CO2-Zertifikaten. Wir geben damit der Umwelt etwas zurück.

Viele Veranstalter plagt die Sorge, dass aufgrund der Corona-Pandemie keine Events stattfinden, warum jetzt also nachhaltige Events?

AG: Aufgrund der Impf- und Teststrategie werden wir die Corona-Pandemie in den Griff bekommen. Umwelt- und Klimaschutz wird auch nach Covid19 ein Thema sein. Eventveranstalter, Unternehmen und Verbände sollten daher die eventfreie Zeit nutzen, um darüber nachzudenken, was sie künftig anders machen können. Das Thema nachhaltige und klimaneutrale Events wird uns die nächsten Jahre intensiv begleiten.

Was macht Beeftea bei der Planung von CO2-freien Events anders als bei herkömmlichen Events?

AG: Wir planen viel bewusster und hinterfragen bei jedem Event-Baustein: Gibt es eine Alternative, die besser für die Umwelt ist? Die klimaneutrale Anreise ist ein Punkt. Beim Catering prüfen wir, wird das Essen nachhaltig produziert und stammt aus der Region? Bei einer Veranstaltung in Berlin, muss das Mineralwasser nicht aus Italien kommen. Wir bieten Mineralwasser aus Brandenburg an. Beim Messebau und auf 90 Prozent der Events werden Teppiche verwendet, die bislang als Sondermüll entsorgt werden müssen. Wir versuchen auf den Einsatz von Teppichen zu verzichten oder diese zu mieten. Die Teppiche werden dann mehrfach verwendet.Es sind die kleinen Schritte, die in der Summe eine Veränderung bewirken.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Veranstaltern gemacht?

AG: Klimaneutrale und nachhaltige Events sind bei vielen Konzernen ein Thema. Die Nachfrage ist hoch. Wir haben Unternehmen wie Shell und Coca-Cola beraten und bei der Organisation CO2-freier Events unterstützt.

Wie war das Feedback von Unternehmensseite?

Darüber spreche ich in der kommenden Ausgabe unseres Digitalformats MEET THE BEEF – Trend Talk mit Jörn Eßlinger, Head of Commercial Activations, Partnerships & Asset Management bei Coca-Cola European Partners. Der Konzern hat seine Jahresauftakt-Veranstaltung mit mehr als 1.600 Personen erstmals klimaneutral umgesetzt.

Bedeutet klimaneutral automatisch höhere Kosten für den Veranstalter?

AG: Nicht zwangsläufig. Es ist vor allem geistiger Aufwand. Wir müssen mehr in Alternativen denken.

Mit welchen Widerständen müssen Veranstalter in ihrer eigenen Organisation und bei den Teilnehmenden rechnen?

AG: Die Menschen haben Angst auf ihren gewohnten Komfort zu verzichten, Abstriche machen zu müssen. Doch das ist eine Frage des Mindsets. Wer auf das Auto nicht verzichten will, kann z.B. Elektro-Carsharing nutzen. Wichtig ist es, den Leuten Alternativen aufzuzeigen, sie nicht allein zu lassen. Klimaneutral kann aber auch bedeuten, künftig verstärkt auf hybride Events zu setzen. Internationale Keynote-Speaker müssen nicht mehr unbedingt einfliegen, sondern können auch bequem digital zugeschaltet werden. Das spart nicht nur Kosten, sondern wirkt sich positiv auf die Klimabilanz aus.

Wie hat sich die Arbeit bei BEEFTEA selbst verändert?

AG: In unseren Büros gibt es ausschliesslich LED-Beleuchtung. Wir nutzen keine Brennstoff betriebenen Taxis, sondern fahren mit elektrobetriebenen Carsharing-Autos. PET-Flaschen haben wir durch Glasflaschen ersetzt, Kaffee-Kapseln sind tabu. Fast alle Arbeitsprozesse sind digital umgestellt, Papierausdrucke verwenden wir nur in Ausnahmenfällen. Im vergangenen Jahr haben wir erfolgreiche einen mehrstufigen Audit-Prozess durchlaufen und sind von ecoVadis zertifiziert worden. Wir reden nicht nur über Klimaschutz, wir handeln auch danach.

ANMELDUNG zum kostenfreie MEET THE BEEF – Trend Talk am 27. Mai 2021, 10.00 Uhr unter www.meet-the-beef.de

BEEFTEA group ist eine Agentur für Live- und Digital Events mit Sitz in Berlin, Hamburg und Köln. Das Team um den Geschäftsführer Andreas Grunszky berät sowohl Unternehmen des deutschen Mittelstands als auch Konzerne in ihrer in- und externen Kommunikation. Schwerpunkte sind die Organisation und Durchführung von Live-Events sowie der Bereich digitale Medien. Zu den Kunden der Agentur gehören unter anderem Coca-Cola, Shell und der Cornelsen Verlag.

Weitere Informationen unter www.beeftea-group.de

Pressekontakt:
Sandra Pabst Kommunikation
Telefon: 0177 3130274
E-Mail: [email protected] group GmBH
Andreas Grunszky
Schlüterstraße 36
10629 Berlin
Original-Content von: Beeftea Group, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

Claudia Hoffmannhttps://gruenspar.de
Ich probiere gerne immer wieder neue Sachen aus und seit etwas längerer Zeit beschäftige ich mich auch immer mehr mit dem Thema „grüner“ Leben. Ich versuche so gut es geht Ressourcen zu sparen, liebe umweltbewusste Optionen, Naturprodukte und wenn ich obendrauf auch noch Geld sparen kann, ist es optimal. Ich finde es sehr wichtig, dass jeder seinen Beitrag zur Umwelt leistet und ich finde heutzutage gibt es so viele Optionen der Umsetzung. Jeder Schritt, egal wie groß oder klein er ist, kann dazu beitragen!

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