MagazinWuppertaler Stadtwerke investieren 30 Millionen Euro in klimaneutrales Wärmenetz

Wuppertaler Stadtwerke investieren 30 Millionen Euro in klimaneutrales Wärmenetz

-

Wuppertal (ots) – Wuppertal geht den nächsten Schritt beim Klimaschutz. Bis 2030 soll der komplette Innenstadtbereich Elberfelds auf klimafreundliche Fernwärme umgestellt werden. Mit einem Investitionsvolumen von rund 30 Millionen Euro werden die Fernwärmeleitungen in der Elberfelder City ausgebaut und von Dampf auf Heizwasser umgestellt. Mit der klimaneutralen Wärmeversorgung können künftig 5.500 Tonnen CO2-Ausstoß pro Jahr vermieden werden. Die Arbeiten beginnen Ende April.

„Da wir den Fernwärmeausbau in die städtebaulich Sanierung integrieren können, öffnet sich jetzt das Zeitfenster, die Wärmeversorgung der Elberfelder Innenstadt praktisch CO2-frei zu machen“, erklärt WSW-Vorstandsvorsitzender Markus Hilkenbach. Hauptproduzent der WSW-Fernwärme ist das Müllheizkraftwerk des kommunalen Entsorgers AWG, einer WSW-Beteiligung. Dort wird die „WSW Talwärme“ durch die thermische Verwertung biogener Abfallstoffe erzeugt. Diese Wärmeenergie gilt mit einem Emissionsfaktor von lediglich 0,025 Kilogramm CO2/kWh als klimaneutral. Bisher nutzen etwa 280 Abnehmer in der Innenstadt von Wuppertal-Elberfeld Fernwärme. Nach Analysen der WSW können zukünftig über 650 Liegenschaften, darunter Einkaufszentren, Hotels und Gewerbe versorgt werden. Für die WSW ist die Investition ein zentraler Baustein, um den Klimaschutz voranzutreiben, erläutert Hilkenbach: „Die Energiewende in Städten wird zu einem ganz wesentlichen Teil im Gebäudesektor entschieden.“

Im Zuge des Fernwärmenetz-Ausbaus werden die WSW zum einen die über 60 Jahre alten Leitungen erneuern. Zudem wird die Wärmeversorgung von Dampf auf Heizwasser umgestellt. Im Dampfnetz liegen die Vorlauftemperaturen bei über 200° Celsius. Durch die Umstellung auf das Medium Heizwasser können diese auf maximal 120° Celsius reduziert werden. In Summe sind die die Energie- und Wasserverluste im zukünftig geschlossenen Vor- und Rücklaufsystem sehr viel geringer, als im offenen Kondensatrücklauf des bisherigen Dampfnetzes. Frank Pieper, Geschäftsführer der WSW Netz: „Ein Effizienzgewinn, der sich unmittelbar im geringeren Brennstoffeinsatz bei gleicher Wärmeausbeute niederschlägt.“ Insgesamt, erläutert Pieper, werde die WSW über 33 Kilometer Leitungen neu bauen und austauschen.

Es ist nicht das erste Klimaschutz-Großprojekt der WSW in Wuppertal. Der 2016 begonnene Bau einer neuen Fernwärmetrasse vom Wuppertaler Müllheizkraftwerk in das dicht bebaute Tal der Wupper machte die Abschaltung des innerstädtischen Kohlekraftwerks Elberfeld möglich. „Diese Maßnahme führte zu einer CO2 Reduktion von jährlich 450.000 Tonnen“, so Hilkenbach.

Auch im Nahverkehr setzten die WSW auf klimafreundliche Technologie. Als eines der ersten ÖPNV-Unternehmen deutschlandweit setzt die WSW mobil GmbH seit dem Sommer des vergangenen Jahres Wasserstoffbusse mit Brennstoffzellen ein. Der Wasserstoff wird im Konzernverbund mit der AWG mit Strom aus der Müllverbrennung produziert.

Stadt und Stadtwerke in Wuppertal sehen sich als Vorreiter beim Klimaschutz. Der WSW-Konzern und seine Töchter, die WSW Energie & Wasser AG, WSW mobil GmbH und AWG Abfallwirtschaftsgesellschaft mbH Wuppertal – hat bis heute seinen CO2-Ausstoß gegenüber 1990 um mehr als 60 Prozent reduziert, und damit die europäischen und nationale Vorgaben weit übertroffen.

Pressekontakt:
WSW Wuppertaler Stadtwerke GmbH
Elmar Thyen Konzernkommunikation
E-Mail: [email protected]
Telefon: 0202 569-5770
Original-Content von: WSW Wuppertaler Stadtwerke GmbH, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

Claudia Hoffmann
Claudia Hoffmannhttps://gruenspar.de
Ich probiere gerne immer wieder neue Sachen aus und seit etwas längerer Zeit beschäftige ich mich auch immer mehr mit dem Thema „grüner“ Leben. Ich versuche so gut es geht Ressourcen zu sparen, liebe umweltbewusste Optionen, Naturprodukte und wenn ich obendrauf auch noch Geld sparen kann, ist es optimal. Ich finde es sehr wichtig, dass jeder seinen Beitrag zur Umwelt leistet und ich finde heutzutage gibt es so viele Optionen der Umsetzung. Jeder Schritt, egal wie groß oder klein er ist, kann dazu beitragen!

Neueste Beiträge

So kann man nachhaltig und langfristig Energie sparen

Häufig ist es möglich, mit nur ein paar Handgriffen jede Menge Strom zu sparen. Dabei muss sich auch gar...

Die Jagd zum Vergnügen ist überholt – lasst sie uns abschaffen / Petition

Mainz (ots) - Die Skepsis gegenüber der Jagd nimmt auch in Europa kontinuierlich zu. Selbst im EU-Umweltkommissariat scheint man...

Start der Saison 22/23 in den Solargewächshäusern Südeuropas

Frankfurt (ots) - - Die Gewächshäuser Südostspaniens haben, durch die Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen, Vorteile, welche ihnen in der...

VERBUND Solarpark Pinos Puente: Wichtiger Meilenstein für Energiewende auch für Anheuser-Busch InBev in Bremen

Bremen (ots) - Nach Eröffnung der 148 Megawatt-Peak-Anlage bei Granada mit BayWa r.e. und VERBUND: Biere von Anheuser-Busch InBev...
- Anzeige -

Engagement über den Rand des Napfes hinaus: PURINA Europa stellt neue Ziele für eine nachhaltigere Zukunft vor

Euskirchen (ots) - - Europas führender Tiernahrungshersteller stellt sein Engagement für Haustiere, die Menschen, die sie lieben, und...

Abholzung im Amazonasgebiet: 2022 Höchststand seit 15 Jahren – Nachhaltiger Konsum kann zu Veränderung beitragen

Freiburg/Rio de Janeiro (ots) - FSC Forest Week: FSC Brasilien appelliert an die Macht der Verbraucher:innen weltweit Anlässlich der FSC...
- Anzeige -

Was Ihnen sonst noch gefallen könnteVerwandt
Vorschläge der Redaktion