MagazinGrüne Kryptowährungen: Können Kryptowährungen energieeffizienter sein?

Grüne Kryptowährungen: Können Kryptowährungen energieeffizienter sein?

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Das Netzwerk von Bitcoin verbraucht sehr viel Energie, was vermutlich vielen Menschen bereits bekannt sein dürfte. 2021 war die Menge sogar sehr hoch. Der Verbrauch für ein Jahr wird auf circa 120 Terawattstunden geschätzt. Dafür verantwortlich ist der Proof-of-Work-Mechanismus, dessen Rechenleistung sehr hoch ist.

Bitcoin zu kaufen ist heute recht einfach: So geht das Bitcoin kaufen mit Paypal. Wer mit Bitcoin handeln möchte, braucht dazu auch eine gute Hardware, damit er die Blocks im Netzwerk erhalten kann. Das Minen ist nur mit dem Grafikkarten-Prozessor möglich. Je stärker die Kapazität des Rechners, desto schneller kann er die schwierigen Rechenaufgaben zuerst lösen. Damit wird er dann mit einem Bitcoin belohnt.

Weshalb ist das PoW-Verfahren so kompliziert?

Die ganze Hardware muss dauerhaft arbeiten und ist voll ausgelastet. Das heißt, hierfür wird sehr viel Strom gebraucht. Wie viel davon aus erneuerbarer Energie stammt, ist vom Serverstandort abhängig. In China ist es zum Beispiel so, dass dort das Gros der Energie aus Kohlekraftwerken stammt. Was das bedeutet, weiß so gut wie jeder.

Nun ist China aber in Bezug auf Kryptowährungen sehr skeptisch. Das hatte zur Folge, dass schon viele Mining-Farmen geschlossen wurden, in denen zahlreiche Server an der Blockchain beteiligt sind. Selbiges gilt auch für Ethereum, der die Problematik im Hinblick auf Proof of Work ebenfalls kennt. Aufgrund dessen möchte die bekannte Kryptowährung ein Update durchführen, um danach mit dem deutlich sparsameren Proof-of-Stake-Verfahren zu arbeiten.

Ist PoS also die Lösung für grüne Kryptowährungen?

Bei Proof of Stake gibt es einen ganz besonderen Vorteil, denn hierzu braucht es keine Miner. Vielmehr sind es die sogenannten Validatoren. Um einer zu werden, benötigen die User ein bestimmtes Vermögen in Form der Kryptowährung, mit der sie handeln wollen.

Je mehr Vermögen vorhanden ist, desto größer ist die Chance, Blöcke zu validieren. Token lassen sich mit Losen einer Lotterie vergleichen. Je mehr Lose vorhanden sind, desto größer ist die Chance, dass eins gezogen wird, um Blöcke zu minen. Rechenaufgaben mit hoher Energieleistung müssen dabei nicht gelöst werden.

Es gibt nachhaltige Kryptowährungen

Schon viele renommierte Kryptowährungen setzen den Proof of Stake ein. Zu diesen zählen beispielsweise Tron und Cardano. Deshalb sind sie bei den Tradern sehr beliebt. Cardano gehört schon seit längerer Zeit zu den beliebtesten fünf Kryptowährungen.

Doch nicht nur Proof of Stake trägt dazu bei, grünere Kryptowährungen nutzen zu können. Nachdem der Bitcoin 2021 stark gefallen war, war auch Chia sehr beliebt. Die Devise ist eine grüne Alternative. Sie verwendet einen anderen Mechanismus. Hierbei handelt es sich um Proof of Time und Proof of Space. Wichtig ist nicht die Kapazität des Rechners, vielmehr ist es der nicht genutzte Speicherplatz. So kann ein hohes Maß an Energie bei den Transaktionen gespart werden.

Allerdings gibt es auch einen Nachteil. Da die Festplatten permanent in Betrieb sind, wird ihre Lebensdauer eingeschränkt. Wer mit Chia arbeiten möchte, muss immer darauf eingestellt sein, seine Festplatten zu ersetzen. Das ist auf Dauer teuer und produziert sehr viel Elektroschrott, was für die Umwelt wiederum nicht förderlich ist. Werden die Festplatten aussortiert und dem Müll zugeführt, können sich giftige Schwermetalle bilden.

Wer Chia kaufen und damit handeln möchte

Chia lässt sich lediglich an zwei Börsen handeln, nämlich Okex und Gate.io. Die beiden Börsen werden als seriös angesehen, da das Handelsvolumen hoch ist. Trotzdem ist es vor allem bei Krypto-Börsen anderer Länder ratsam, die Münzen lieber in einem externen Wallet zu speichern.

Es gibt natürlich auch noch Alternativen zu Chia, zum Beispiel Signum. Das Netzwerk von Signum braucht nur 0,002 Prozent der Energie, welche die Blockchain von Bitcoin braucht. Wie bei Chia wird auch von Signum die Festplattenspeicherkapazität eingesetzt, allerdings zu einem kleineren Teil. Das bedeutet, dass die Auslastung niedriger ist, die Lebensdauer der Hardware dafür höher. Was wiederum dafür sorgt, dass die Menge an Elektroschrott geringer ist.

 

Wer nun Signum kaufen möchte, muss sich bei der Börse Cex.io anmelden. Der Sitz der Kryptobörse befindet sich in Großbritannien.

Torben Mayer
Torben Mayerhttps://gruenspar.de
Zusammen mit meiner Frau und unseren Kindern haben wir uns gemeinsam dazu entschieden unseren Haushalt nachhaltiger zu gestalten. Wir haben Plastik verbannt und versuchen so gut es geht Energie und Wasser zu sparen, bzw. auch „grünere“ Quellen zurückzugreifen. Besonders für ein Neugeborenes nach Alternativen zu suchen, hat uns teilweise vor Herausforderungen gestellt, ich hoffe, dass es Familien in Zukunft etwas einfacher haben werden, wenn auch mehr Firmen diesen Weg einschlagen werden.

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