MagazinNachhaltiges Gaming: Wie grün kann zocken sein?

Nachhaltiges Gaming: Wie grün kann zocken sein?

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Videospiele galten jahrelang als unpolitisch und sollten ihren Benutzern eine kurze Pause vom Alltag ermöglichen. Momentan ändert sich diese Sichtweise auf ein unterschätztes Medium. Computerspiele könnten den Aufbau einer nachhaltigen Welt unterstützen und zur Verbesserung des ökologischen Fußabdruckes beitragen. Aber wie können digitale Welten den realen Planeten retten?

Vom Klempner bis zum Horrorschloss: Computergames wie „Super Mario“ oder „Resident Evil Village“ entführen User in fremde Welten, in denen die alltäglichen Sorgen der Gesellschaft kaum eine Rolle spielen. Während Videospiele in der Vergangenheit vorrangig zur Unterhaltung konzipiert wurden, könnten sie nun dazu beitragen, den Spielern einen neuen Umgang mit der Welt anzubieten. Spiele, in denen man insbesondere einen grünen Daumen beweisen muss oder einen nachhaltigen Lebensstil pflegen sollte, um erfolgreich zu sein, machen es vor. Etablierte Klassiker wie „Die Sims“, die mit ihrer Erweiterung „Nachhaltig leben“ eine große Fangemeinschaft mit ins Boot des bewussten Verbrauchens holen, sind ein Anfang.

Die Macht des Unterbewusstseins

Der Mechanismus, der zum Einsatz kommt, ist die Wirkung des Unterbewusstseins. Während lange angenommen wurde, dass Fiktion und Realität klar vom Gehirn unterschieden werden kann, ist mittlerweile belegt, dass Videospiele im Unterbewusstsein wirken. Das Gesehene und Erlebte manifestiert Bilder, die wiederum einen Einfluss auf alltägliche Handlungen im Alltag haben. Auch die Vorstellungskraft über möglichen Zukunftsszenarien wird angeregt.

Schon unterhaltsame Automatenspiele wie „Soul of Nature“, das neben seinem grünen Ideenansatz zusätzlich mit einem NetEnt Casino Bonus auf Son of Slots spielbar ist, sind ein anschauliches Beispiel. Der User taucht in die Wälder Nordamerikas ein und entdeckt die faszinierende Natur von seiner prachtvollen Seite. Büffel, grüne Weiten und die Ursprünglichkeit eines ganzen Landes werden subtil in das Gameplay eingebettet. Auf den fünf Walzen müssen die entsprechenden Symbole in Reihe gebracht werden, um dem Glück auf die Sprünge zu helfen. Das für Nintendo Switch oder PlayStation erschienene „Spirit of North“ geht ähnliche Wege. Als Fuchs begibt sich der Spieler auf ein mysteriöses Abenteuer durch die unberührte Natur Islands. Das Erkunden und Lösen von Rätseln vermitteln dem Spieler ein Verständnis dafür, dass die Natur ein wundersames Konstrukt ist, das es zu schützen gilt. Ein simpler Ansatz, der im Gedächtnis ohne erhobenen Zeigefinger hängen bleibt.

Quelle: Pixabay

Grüner Strom = Grünes Spiel?

Ziel ist es zu sensibilisieren. Ökonomische und ökologische Themen können aber nicht nur auf Spielebene integriert werden. Mit dem Einsatz von grünem Strom gehen Unternehmen und Anbieter neue Wege. Verschiedene Plattformen und Server nutzen für ihren Betrieb bereits die umweltfreundliche Option. Denn per se verbrauchen Computerspiele Strom und können somit nicht als nachhaltige Unterhaltung gewertet werden. Wer dennoch beim Gaming die Umwelt bedenken will, benutzt am besten grünen Strom.

Selbst die Wahl der Hardware kann einen Einfluss auf den zu erwartenden Energieverbrauch haben. Neuere Hardware ist mit Grafikkarten ausgestattet, die teilweise nur die Hälfte an Energie verbrauchen, wie noch vor einigen Jahren. Auch Konsolen, Laptops und Computer unterscheiden sich in ihrem Stromverbrauch. Prinzipiell sollte aber schon vorhandene Hardware benutzt oder aufgerüstet werden, um schwer abbaubaren Elektromüll zu vermeiden.

Quelle: Pixabay

Es stimmt: Die Frage nach dem Umweltschutz ist in der Gaming-Branche noch nicht ausgereift, aber ein Anfang ist getan. Games bringen wichtige Themen wie Diversität und Ökologie aus dem Nischendasein und machen sie bei einer neuen Zielgruppe präsent.

Lena Schnellhttps://gruenspar.de
Meine Eltern waren schon immer sehr umweltbewusst und seit ich für mein Ökologie Studium ausgezogen bin, versuche auch ich ohne Plastik zu leben und die Nachhaltigkeit in meinem Alltag zu verbessern. Nicht jeder hat das Glück, es bereits vorgelebt zu bekommen, deswegen möchte ich meinen Teil dazu betragen, auch anderen zu zeigen, wie einfach es sein kann. Denn nur, wenn wir mit anderen darüber sprechen und unsere Erfahrungen teilen, können wir andere unterstützen, den gleichen Weg zu gehen.

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