MagazinNachhaltigkeit beim Gärtnern - Schenken und beschenkt werden

Nachhaltigkeit beim Gärtnern – Schenken und beschenkt werden

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Alles, was wir der Natur Gutes tun, schenkt sie uns tausendfach zurück. So beschreibt sich nachhaltiges Gärtnern wohl am besten. Der Begriff Nachhaltigkeit stammt tatsächlich aus der Forstwirtschaft. Im 17. Jahrhundert wurde er durch die Auflage geprägt, nicht mehr Bäume zu fällen als nachwachsen können. Das gesamte Spektrum des Gärtnerns umfassend betrifft dies nicht nur das Holz. Noch vieles mehr ist zu beachten, um freundlich mit unserer Umwelt umzugehen. Fördern wir gleichzeitig die Artenvielfalt, vermeiden Müll und schonen die Ressourcen, können wir mit gutem Gewissen ernten, was wir säen. Das Gute daran, Nachhaltigkeit schont nicht nur die Umwelt, Tiere und damit auch uns, sondern auch den Geldbeutel.

Natürlicher Geschmack aus dem Eigenanbau

Den ersten Salat pflücken, Schnittlauch und Petersilie ernten und zum Nachtisch einen Himbeerkuchen aus frisch gepflücktem Obst. Jetzt ist Zeit, die wohlverdiente Ruhe nach der Arbeit zu genießen, zu ernten, was der nachhaltig behandelte Garten uns schenkt. Mit dem Tablet auf dem Schoß können Sie auf Bakker.com nachlesen, was es rund um das Gärtnern noch zu wissen gibt und direkt neuen Nachschub für den Garten bestellen.

Kauft man sich neue Pflanzen, sind diese meist in Plastiktöpfen erhältlich. Wirft man diese nicht weg, sondern sammelt sie, um darin Jungpflanzen selbst zu ziehen, vermeidet man Unmengen von Plastikmüll. Bieten Gärtnereien Pfandkisten an, sollte man diese in erster Linie nutzen. Sind keine Plastikbehälter vorhanden, umso besser. Aussaatgefäße kann man wunderbar aus Zeitungspapier oder Klopapierrollen selbst herstellen. Ein weiterer Vorteil hierbei: Beim Auspflanzen kommen diese Anwuchsbehälter einfach mit in die Erde, denn dort verkompostieren sie sich selbst.

Gegen Unkraut und Küchenabfällen

Das Vermeiden von Unkrautbekämpfungsmitteln sollte in der nachhaltigen Gärtnerei ein Muss sein. Dichte Bepflanzung, regelmäßiges Jäten, das Auflockern der Erde und damit die Steigerung der Wasserspeicherkapazität lässt Unkraut kaum eine Chance. Vereinzelt Römische Kamille zwischen die Pflanzen gesetzt, verhindert, dass sich unerwünschtes Gewächs ansiedelt.

Küchenabfälle verwerten, ohne dass sich die Mülltonne füllt, wer wünscht sich das nicht. Im Garten verhelfen diese Überbleibsel den restlichen Abfällen, am besten in Holzkompostern zu eigener humusreicher Erde. Sie ist gesättigt von allen Nährstoffen, die Ihre Pflanzen zum Leben brauchen. Muss doch einmal Erde zugekauft werden, sollte man auf Torffreiheit dieser achten.

Gemeinsam mit Tieren und Insekten

Junge Gemüse- und Obstpflanzen schmecken zart und lecker und sind deshalb auch Teil des Speiseplans der Tierwelt. Zusätzlich ist die Kälte deren Feind. Um die Triebe und Knospen zu schonen, muss man nicht zu Plastiknetzen greifen. Es gibt Abdeckgaze aus Bio-Baumwolle, die diesen Dienst im Sinne der Umwelt verrichtet. Tunnel- und Mulchfolie aus Getreidemehl ist ebenfalls biologisch abbaubar.

Insektenhotels fördern die Artenvielfalt. Kleine Röhren sind deren liebste Behausung. Selbst hergestellt sind sie ein wichtiger Helfer, um unsere Wildbienenarten zu schützen. Kleine Löcher in Holzklötze bohren, Schilfrohre miteinander bündeln, Reisig und Steine anhäufen; all das sind Kleinigkeiten, die in unserem Garten verteilt unseren tierischen Freunden helfen, damit sie weiterhin uns unterstützen können. Ebenso nützlich sind Singvögel. Sie vernichten Schädlinge in großem Maße und tragen so zur Blüten- und Nutzpflanzenvielfalt in unseren Gärten bei. Nistkästen in den Bäumen laden sie ein zu bleiben und jedes Jahr wiederzukommen.

Von Wasser bis Erde

Aus dem Element Wasser entspringt das Leben. Genauso wertvoll sollten wir es sehen, nutzen und einsetzten. Der natürliche Kreislauf schenkt dieses flüssige Gold, indem er es wortwörtlich vom Himmel regnen lässt. So wertvoll wie Geld sollten wir es sammeln und sparen. Über die Dachrinne rinnt das Nass meist in die Kanalisation. Diese Verschwendung stoppt man mit Fallrohren, in die Regenklappen eingebaut werden. Dadurch kann das Regenwasser in eine Tonne geleitet und hieraus zum gießen und waschen verwendet werden. In einer Zisterne lassen sich größere Mengen Regenwasser speichern.

Natürliche Quellen werden in unserer heutigen schnelllebigen Zeit oft in Kanalisationen geleitet. Entdeckt man ein solches Gut, das durch den eigenen Garten fließt, sollte man ihn unbedingt als Schatz bewahren und ihm freien Lauf lassen. Hier können sich nicht nur Vögel und andere Tiere laben, ein frisches Glas durch Kiesel gewaschenes Quellwasser ist auch das ursprünglichste und gesündeste, was ein Mensch sich einverleiben kann. Beim Wasserverbrauch gilt allgemein: um so weniger, desto besser.

Lena Schnellhttps://gruenspar.de
Meine Eltern waren schon immer sehr umweltbewusst und seit ich für mein Ökologie Studium ausgezogen bin, versuche auch ich ohne Plastik zu leben und die Nachhaltigkeit in meinem Alltag zu verbessern. Nicht jeder hat das Glück, es bereits vorgelebt zu bekommen, deswegen möchte ich meinen Teil dazu betragen, auch anderen zu zeigen, wie einfach es sein kann. Denn nur, wenn wir mit anderen darüber sprechen und unsere Erfahrungen teilen, können wir andere unterstützen, den gleichen Weg zu gehen.

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