„Messe München: Das Dach der Zukunft“ / Ein herausragendes solares Vorzeigeprojekt

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München (ots nn) –

– Ministerpräsident Dr. Markus Söder besichtigt Photovoltaik-Dachanlage und informiert sich über Nachhaltigkeitsstrategie
– Das große Ziel: Bis 2030 CO2-neutral werden
– Messe München nutzt Erneuerbare Energien, Wärme aus Geothermie und fördert die Elektromobilität mit 100 Ladestationen
– The smarter E Europe – Europas größte energiewirtschaftliche Plattform von München überzeugt: Vertrag wird bis 2028 verlängert

Die Messe München hat vor 25 Jahren ein markantes Zeichen gesetzt und die damals größte Photovoltaik-Dachanlage der Welt gebaut. Sie war Vorbild für viele Projekte und ist noch heute ein international beachtetes Vorzeigeobjekt. Ministerpräsident Dr. Markus Söder besichtigte am Montag, den 12. Juni 2023, die Photovoltaik-Anlage und informierte sich über die aktuellen Aktivitäten und die Nachhaltigkeitsstrategie der Messe München: Denn die Messe München will bis 2030 klimaneutral werden.

Diese Photovoltaik-Anlage der Messe München steht symbolisch für den Anfang des ökologischen Wandels bei der Messe München. So ging es mit dem Bau des neuen Messegeländes in München-Riem seit 1998 stetig weiter: Mit Geothermie, einem Blockheizkraftwerk oder auch Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Das nächste große Ziel ist: Bis 2030 die CO2-Neutralität zu erreichen. Die Nachhaltigkeitsstrategie der Messe München fußt dafür auf fünf Säulen: Einem ökologischen Energiemix, Abfallvermeidung, moderner Mobilität, Logistik und Gastronomie. So entwickelt die Messe München zum Beispiel einen Leitfaden für Aussteller, wie sie ihren Messeauftritt CO2-neutral gestalten können.

Ministerpräsident Dr. Markus Söder: „Bayern ist Sonnenland! Wir bauen Strom aus Sonnenenergie weiter massiv aus. Die Messe München ist seit Jahren Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit. Mit 38.000 Quadratmetern Solarzellen wurden hier bereits 26 Millionen kWh Strom erzeugt und 10.000 Tonnen CO2 eingespart. Insgesamt haben wir in Bayern 800.000 PV-Anlagen. Für die Energiewende wollen wir den Ausbau aller Formen an Erneuerbaren Energien. Bayern liegt dabei bei Ausbau und Dynamik auf Platz 1 aller Bundesländer.“

Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie hat die Messe München eine Machbarkeitsstudie gestartet, um den effektivsten und wirtschaftlich sinnvollsten und vor allem CO2-neutralen Energiemix für die Zukunft zu ermitteln. Dazu gehört auch eine mögliche Erweiterung des Solardachs. Im ersten Schritt wird der optimale Flächenzuwachs an Photovoltaik und die optimale Größe eines Batteriespeichers ermittelt, im zweiten Schritt werden die Themen Wärme und Kälte ins System integriert. Mit ersten belastbaren Ergebnissen der Machbarkeitsstudie rechnet die Messe Ende 2023.

Die beiden Geschäftsführer der Messe München, Dr. Reinhard Pfeiffer und Stefan Rummel, erläuterten: „Mit dem Bau der Photovoltaik-Anlage wurde vor 25 Jahren der Grundstock für nachhaltige Messen gelegt. Auf unserem Weg zur Klimaneutralität 2030 als Hauptziel unserer Nachhaltigkeitsstrategie sind über die Jahre zahlreiche Aktivitäten dazugekommen. So gibt es heute bereits zu 100 Prozent regenerativ erzeugten Strom, die Fernwärme der Messe wird teilweise aus Geothermie gespeist, ein Blockheizkraftwerk und 100 Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Im Übrigen hat die Messe München das grünste Messegelände der Welt.“ Die Messe München weist 220.000 Quadratmeter Grünflächen, rund 2.500 Bäume, begrünte Hallen-Außenwände und 35.000 Quadratmeter Dachbegrünung auf.

Auf zwei Messespangen mit jeweils sechs Hallen und dem Parkhaus West erzeugen die drei Photovoltaik-Anlagen, die zwischen 1998 und 2004 ans Netz gingen, im Jahr zusammen rund 2,6 Millionen Kilowattstunden Ökostrom. Damit wurden durchschnittlich rund 1.460 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr vermieden.

Der Freistaat Bayern und die Landeshauptstadt München haben als die Hauptgesellschafter der Messe dieses Engagement gefördert.

The smarter E Europe: Europas größte energiewirtschaftliche Plattform verlängert ihren Vertrag bis 2028

Die Messe München agiert nicht nur nachhaltig, sie ist auch seit vielen Jahren eine international geschätzte Plattform für Umwelt- und Zukunftstechnologien. So konnten Ministerpräsident Söder, die Chefs der Messe sowie Markus Elsässer, Geschäftsführer der Solar Promotion GmbH, die gemeinsam mit der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co KG die The smarter E Europe veranstaltet, einen neuen Erfolg bekanntgeben: The smarter E Europe bleibt dem Messestandort München treu und hat als Europas größte energiewirtschaftliche Plattform ihren Vertrag als Gastveranstaltung bis 2028 verlängert. „Wir freuen uns, dass wir nach 15 gemeinsamen Jahren verkünden können, dass unsere Partnerschaft mit der Messe München weitergeht und die bayerische Metropole auch weiterhin die Heimat von The smarter E Europe bleiben wird. Gemeinsam werden wir unser hohes Engagement für die erneuerbare, dezentrale und digitale Energiewelt fortsetzen und weiterhin starke Impulse von München in die Welt geben“, so Markus Elsässer. Gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten und der CEO-Doppelspitze der Messe München wurde der Verlängerungsvertrag symbolisch besiegelt.

Bereits seit 15 Jahren hat die weltweit führende Fachmesse für die Solarwirtschaft Intersolar Europe, als Teil der größten Messeplattform für die Energiewirtschaft in Europa The smarter E Europe, einen festen Platz auf der Messe.

Vom 14. bis 16. Juni trifft sich die weltweite Branche wieder in Riem. Die Dachveranstaltung The smarter E Europe findet in diesem Jahr auf einer Rekordfläche von 17 Messehallen (inkl. ICM) und mit über 2.450 Ausstellern statt. Insgesamt werden über 85.000 Besucher aus 160 Ländern erwartet. Die Innovationsplattform zeigt ganzheitlich auf, was es für die neue Energie- und Verkehrswelt braucht und wie eine erneuerbare Energieversorgung rund um die Uhr gelingt. Neben der Intersolar Europe präsentiert The smarter E Europe mit der ees Europe, Power2Drive Europe und der EM-Power Europe das gesamte Spektrum innovativer Lösungen für die nachhaltige Energiewirtschaft der Zukunft.

Die Basis für eine nachhaltige Zukunft

„Unternehmerischer Erfolg und nachhaltiges Handeln können schon lange nicht mehr getrennt voneinander betrachtet werden“, betonten Dr. Reinhard Pfeiffer und Stefan Rummel. „Eine stimmige Nachhaltigkeitsstrategie ist mittlerweile entscheidender Wettbewerbsfaktor. Wir sind stolz, dass die Messe München mit dem nachhaltigen Messegelände frühzeitig einen so wichtigen Grundstock gelegt hat, den wir mit Maßnahmen und Projekten in den Bereichen Energie, Abfall, Biodiversität aber auch Soziales und Governance weiterführen.“

So hat die Messe München bereits Anfang 2020 komplett auf regenerativ erzeugten Strom umgestellt. Schon in den Jahren zuvor war mehr als die Hälfte des Strombedarfs aus erneuerbaren Energien gedeckt worden. Durch die vollständige Umstellung auf Ökostrom werden nun im Normalbetrieb jährlich rund 6.400 Tonnen CO2 eingespart. Seit 2012 wird die Grundlast des Wärmebedarfs der Messe München über Fernwärme abgedeckt, die auch aus einer Geothermieanlage der Stadtwerke München gespeist wird. Ein Blockheizkraftwerk mit einer Wärmeleistung von 1,6 Megawatt erzeugt sowohl Wärmeenergie für das ICM, den Eingang West und das Messehaus als auch Strom für die Geländeversorgung.

Seit 2018 Jahren bietet die Messe München den Ausstellern und Besuchern Ladestationen für Elektroautos an: Aktuell sind 100 Ladestationen vor dem Haupteingang (mit einer Schnellladestation), in den Parkhäusern und auf dem Gelände der Messe installiert. Die Messe nutzt auch selbst Elektrofahrzeuge.

Wissenschaftler nutzen seit 25 Jahren die Daten der Photovoltaik-Anlage auf den B-Hallen

Mit der damals größten Photovoltaik-Dachanlage der Welt auf den Dächern der

B-Hallen war die Messe schon 1998 bei ihrem Neubau in Riem wegweisend und einzigartig. Die älteste der drei Anlagen gehört inzwischen der Messe München und wird von ihr betrieben. Auch 25 Jahre nach ihrer Inbetriebnahme liefert diese Anlage zuverlässig Ökostrom. Im vergangenen Jahr erzielte die Anlage sogar das drittbeste Ergebnis seit 25 Jahren. Die Photovoltaik-Anlage hat seit 1998 insgesamt 26 Millionen Kilowattstunden produziert. Damit kann ein E-Auto eine Strecke von München bis zur Sonne zurücklegen. Die eigene Photovoltaik-Anlage der Messe München hat insgesamt über 10.000 Tonnen CO2 eingespart, das entspricht einer Menge CO2, für deren Vermeidung man alternativ 800.000 Bäume pflanzen müsste.

Die Erfolgsgeschichte der Photovoltaik-Anlage der Messe München fußt auch auf der wissenschaftlichen Begleitung und Dokumentation, die vom ersten Tag an besteht. Auf Minuten genau kann die Stromproduktion der Anlage bei der jeweiligen Witterung über die letzten 25 Jahre nachvollzogen werden. Das ist ein wissenschaftlicher Datenschatz, der häufig von Wissenschaftlern angefragt und gewinnbringend in der Forschung eingesetzt wird.

Nähere Informationen zur Photovoltaik-Aufdachanlage (https://messe-muenchen.de/de/unternehmen/verantwortung-csr/aktuelle-initiativen/photovoltaik-der-messe-muenchen/) sowie den Nachhaltigkeitsaktivitäten (https://messe-muenchen.de/de/unternehmen/verantwortung-csr/aktuelle-initiativen/) der Messe München (www.messe-muenchen.de) sind hier abrufbar.

Pressekontakt:
Dr. Carola Hesse
Corporate Marketing & Communications
Messe München GmbH
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Quelle: ots