RatgeberPlastik - Der schleichende Tod für die Umwelt

Plastik – Der schleichende Tod für die Umwelt [Plastik vermeiden – 9 Tipps]

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Plastik wird heute in vielen Bereichen des Lebens eingesetzt. Plastikmüll, der immer häufiger seinen Weg in die Meere der Welt findet, ist die Folge. Das volle Ausmaß der Schäden, die durch Plastik und Mikroplastik entstehen können, ist heute noch kaum abzusehen. Jedoch ist es leicht, einen eigenen Beitrag zur Minderung des Problems zu leisten. Die folgenden Tipps helfen dabei, den Gebrauch von Plastik im Alltag weitgehend zu reduzieren.

Gebrauch von Einweg Produkten vermeiden

Der Einsatz von Plastikbechern, Plastiktellern und Plastikbesteck ist im Alltag heute sehr beliebt. Ob zum Picknick unterwegs oder auch bei der Gartenparty benutz man Einweg Geschirr gerne, um den lästigen Spül zu sparen. Verzichtest Du jedoch konsequent auf solche Artikel, kannst Du einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leisten und gleichzeitig auch Kosten sparen. Möchtest Du Dir bei der großen Party das Spülen der Gläser unbedingt sparen, so kannst Du auch einen Gläser Service einsetzen. Solche Firmen liefern die Gläser an und spülen sie auch.

Plastikverpackungen beim Einkauf meiden

Supermärkte nutzen heute oft aufwendige Plastikverpackungen, um bestimmten Waren eine besonders hochwertige Präsentation zu verleihen. Doch bringen solche Verpackungen für den Kunden keinerlei Mehrwert. Vielmehr tragen sie lediglich zu einem höheren Aufkommen des Plastikmülls bei.

Es gibt heute jedoch für den Verbraucher Möglichkeiten, um die Verpackungsmaterialien weitgehend zu meiden. Du kannst beispielsweise auf dem Markt einkaufen, wo Obst und Gemüse lose erhältlich sind. Statt in einer Plastiktüte kannst Du den Einkauf im Einkaufskorb oder im Stoffbeutel nach Hause tragen. Immer moderner werden auch die “ Unverpackt Läden“, die man in größeren Städten finden kann. Dort kannst Du Deine eigenen Behälter mitbringen und diese füllen lassen. Kaufst Du im Internet, so ist eine gewisse Verpackung zum Transport natürlich nötig. Du kannst jedoch auf solche Händler achten, die recyceltes Verpackungsmaterial anbieten.

Plastiktüten beim Einkauf sind out

In den meisten Supermärkten sind Plastiktüten heute höchstens noch gegen einen Aufpreis erhältlich. Mehrweg Tragetaschen erweise sich als wesentlich freundlicher für die Umwelt. Um eine solche Tasche nicht jedes Mal beim Einkauf wieder kaufen zu müssen, solltest Du Deinen eigenen Einkaufsbeutel mitbringen. Auch der geflochtene Einkaufskorb erlebt heute wieder ein Comeback.

Lose kaufen ist besser als Bio-Plastik

Die Versuchung, auf Plastik zurückzugreifen, ist beim Einkaufen große. Selbst wenn Du loses Obst oder Gemüse im Supermarkt wählst, werden häufig Plastiktüten eingesetzt, um die einzelnen Sorten besser an der Kasse über das Band zu transportieren.

Oftmals werden dazu Tüten aus sogenanntem Bio Plastik eingesetzt. Dieses Material hat den Vorteil, dass es biologisch abbaubar ist. Dennoch ist die Herstellungsweise solcher Plastikprodukte meistens nicht nachhaltig. Daher stellen sie auch eine gewisse Belastung für die Umwelt dar. Daher solltest Du lieber vollkommen auf Plastikumhüllungen verzichten, selbst wenn sie aus Bio Plastik hergestellt sind. In der Regel ist es ohnehin nicht sinnvoll, Gemüse und Obst in Plastik zu verpacken. Meistens sind sie durch ihre eigene Schale geschützt, oder werden zu Hause vor dem Verzehr ohnehin gründlich gewaschen. Es lohnt sich daher, bewusster einzukaufen und auf Plastikverpackungen immern dann zu verzichten, wenn sie nicht unbedingt nötig sind.

Einwegflachen – praktisch, aber umweltbelastend

Einwegflaschen sind für Erfrischungsgetränke praktisch und werden im Supermarkt oder am Imbisstand gerne für unterwegs mitgenommen. Leider tragen sie jedoch auch zu einem ständig wachsenden Müllberg bei. Grundsätzlich sind Flaschen aus Glas günstiger, da sie gespült und erneut benutzt werden können. Doch sind auch die Glasflaschen nur dann wirklich umweltfreundlich, wenn sie keine langen Transportwege zurücklegen müssen. Wer wirklich auf Umweltschutz Wert legt, sollte seine eigene Mehrwegflasche mitbringen und diese mit Leitungswasser füllen. Das ist auch für die Gesundheit besser, als gesüßte Erfrischungsgetränke.

Beim Kaffee solltest Du Dir öfter einmal Zeit nehmen, den Espresso oder Cappuccino im Café aus der Mehrwegtasse zu trinken, statt ihn im Einwegbecher mitzunehmen, oder darum bitten, den eigenen, mitgebrachten Becher zu füllen. Mit solchen Maßnahmen kannst Du erheblich dazu beitragen, den Plastikmüll zu vermindern. Gleichzeitig setzt Du mit solchem Verhalten auch ein gutes Beispiels für Deine Mitmenschen.

Die versteckte Gefahr: Mikroplastik in der Kosmetik

In der Kosmetikindustrie kommt häufig primäres Mikroplastik zum Einsatz, das nicht nur auf die Umwelt, sondern auch auf unsere Gesundheit einen negativen Einfluss haben kann. Das wirkliche Ausmaß des Mikroplastiks können Wissenschaftler bis heute noch kaum abschätzen. Die winzigen Plastikpartikel, die sich in Peelings, Flüssigseife, Haarshampoo und sogar in Lippenstiften verbergen, gelangen über das Abwasser ungehindert in die Umwelt. Bisher ist es in Kläranlagen noch nicht möglich, diese kleinen Partikel aus dem Abwasser herauszufiltern. So können sie ungehindert in die Gewässer gelangen. Von dort nehmen sie ihren Weg in die Meere und auch auf unsere Felder auf. Die Konsequenzen, die sich heute bereits bei den Meeresbewohner abzeichnen, die das Mikroplastik mit Nahrung verwechseln und aufnehmen, sind besorgniserregend. Tumorerkranken und vorzeitiger Tod gehören zu den Problemen, die heute bereits umfangreich bei Meeresbewohnern festgestellt werden und auf Mikroplastik zurückzuführen sind. Der Umwelt und der eigenen Gesundheit zu Liebe solltest Du daher Mikroplastik nach Möglichkeit vermeiden.

Bei der Wahl der Kosmetikprodukte solltest Du wählerisch sein und die Inhaltsstoffe einmal genau durchlesen. Primäres Mikroplastik verbirgt sich unter einer Reihe von chemischen Bezeichnungen. Dazu gehören unter anderem: Acrylate Copolymer (AC), Polyamide, Polyacrylate, Polyethylenterephthalate (PET) und Polypropylene (PP). Möchte man gefährliches Mikroplastik in der eigenen Körperpflege vermeiden, sollte man also Produkte mit solchen Inhaltsstoffen vermeiden. Im BUND-Einkaufsratgeber kannst Du Dich detailliert über alle Inhaltsstoffe informieren, hinter denen sich Mikroplastik verbirgt.

Eine sichere Alternative sind Produkte von Naturkosmetik Herstellen. Diese verwenden in ihren kosmetischen Produkten grundsätzlich keine chemischen Zusätze, so dass sie auch garantiert frei von Mikroplastik sind.

Kleidung: Recyceln statt wegwerfen

Modisch gekleidet zu sein ist für viele Menschen wichtig. Dennoch solltest Du vermeiden, die Kleidung einfach wegzuwerfen. Kleidung, die noch gut erhalten ist, kannst Du mit Freundinnen tauschen, verschenken oder unter Umständen im Second Hand Shop oder online noch zu Geld machen. Natürlich kann die Kleidung auch bei Wohltätigkeitsorganisationen für gute Zwecke gespendet werden.

Bei Artikeln, die weniger der Mode unterworfen sind und über lange Zeit getragen werden können, solltest Du auf Qualität setzen. Eine hochwertige Jeans kannst Du beispielsweise über mehrere Jahre tragen, ohne sie durch ein neues Modell ersetzten zu müssen.

Haushaltsmüll trennen

Wird der gesamte Müll im Haushalt in einer Tonnen entsorgt, so entsteht ein hohes Restmüllvolumen, das verbrannt wird und dabei Treibhausgase freisetzt. Daher ist die Trennung des Mülls im Haushalt auch so wichtig. Glas und Papier solltest Du grundsätzlich zum Recyceln bringen, damit die Materialien wiederverwendet werden können. Aus Bio Müll kannst Du Kompost für den Garten machen und damit gleichzeitig einen wirksamen, umweltfreundlichen Dünger zur Hand haben. Wer Müll auf diese Weise trennt, wird am Ende nur noch geringe Mengen von Restmüll haben und die Umwelt auf diese Weise entlasten. Diese Mühe lohnt sich.

Plastikmüll in der Natur: Das kannst Du selbst tun

An Strände, Flussufern und Seen findet man immer mehr Plastikmüll. Einstige Natur Paradise haben sich in wahre Müllhalden verwandelt. Das bietet nicht nur einen traurigen Anblick, sondern stellt auch eine Gefahr für die Fische dar. Dieses Problem hat heute bereits so große Ausmaße erreicht, dass möglichst jeder mithelfen sollte. Es ist eine Erfahrung, die befriedigt, einfach einmal selbst Hand anzulegen und beim Strandspaziergang einen Teil des Mülls einzusammeln. Oft gibt es auch bestimmte Aktionstage, an denen sich Gruppen von Menschen zum Müll- Aufsammeln treffen. Bei solchen Gelegenheiten kannst Du Dich nützlich machen und dabei auch Gleichgesinnte kennenlernen.

Lena Schnellhttps://gruenspar.de
Meine Eltern waren schon immer sehr umweltbewusst und seit ich für mein Ökologie Studium ausgezogen bin, versuche auch ich ohne Plastik zu leben und die Nachhaltigkeit in meinem Alltag zu verbessern. Nicht jeder hat das Glück, es bereits vorgelebt zu bekommen, deswegen möchte ich meinen Teil dazu betragen, auch anderen zu zeigen, wie einfach es sein kann. Denn nur, wenn wir mit anderen darüber sprechen und unsere Erfahrungen teilen, können wir andere unterstützen, den gleichen Weg zu gehen.

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