Hund, Katze, Maus: Richtige Abfalltrennung für Haushalte mit Heimtieren

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Köln (ots) –

Ob Hund oder Katze, Nagetier, Vogel oder Fisch – mit einem Heimtier ziehen Produkte für seine Ernährung, Pflege und Unterhaltung in den Haushalt ein. Und damit auch neuartige Abfälle: Wohin kommen leere Verpackungen von Futter und Pflege? Was tun mit zerbissenen Spielbällen und benutztem Katzenstreu? Die Initiative „Mülltrennung wirkt“ erklärt Haustierhalter*innen, wie sie die Abfälle ihrer tierischen Mitbewohner richtig entsorgen und damit Klima und Ressourcen schützen.

Deutschland ist ein Land der Tierfreund*innen: Laut dem Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. lebte 2022 in fast jedem zweiten Haushalt mindestens ein Heimtier. In Summe waren das 34,4 Millionen Hunde, Katzen, Kleinsäuger und Ziervögel, hinzu kamen noch Zierfische und Terrarientiere.[1] „Ein Haustier bringt Freude, aber auch zusätzliche Abfälle mit sich, zum Beispiel leere Verpackungen für Futter- und Pflegeprodukte, verdrecktes Katzenstreu oder kaputtes Hundespielzeug. Alle diese Abfälle müssen richtig getrennt entsorgt werden, damit die Verpackungen recycelt werden können. Das schont das Klima und Ressourcen“, erklärt Axel Subklew, Experte der Initiative „Mülltrennung wirkt“. „Wie effektiv das Recycling von Verpackungen ist, hat das Öko-Institut berechnet: Durch die Verwertung von Verpackungen aus der Gelben Tonne und dem Gelben Sack, aus Glas und aus Papier, Pappe und Karton sparen wir in Deutschland jährlich 1,95 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente ein. Außerdem werden durch Verpackungsrecycling im Jahr rund vier Millionen Tonnen Sekundärrohstoffe erzeugt. Verpackungen sind also eine wichtige Rohstoffquelle für die Herstellung neuer Produkte.“

Tipps für die Entsorgung leerer Verpackungen und anderer Heimtier-Abfälle hat die Initiative „Mülltrennung wirkt“:

Futter und Pflege: Leere Verpackungen richtig trennen

Das Familienmitglied mit Samtpfoten bekommt Futter aus Alu-Schalen? Der „Best Buddy“ mit dem treuen Blick liebt Dosenfutter? Auch bei der Entsorgung der Verpackungen von Tierfutter, Pflegeprodukten und sonstigem Haustierzubehör gilt die Regel: Leere Verpackungen, die nicht aus Papier, Pappe, Karton oder Glas sind, gehören in die Gelbe Tonne oder in den Gelben Sack.

Das sind zum Beispiel:

– Verpackungen aus Kunststoff, Aluminium oder Weißblech wie Standbodenbeutel, Aluminiumschalen oder Konservendosen für Tierfutter;
– Kunststoffverpackungen von Kauknochen oder Belohnungsleckereien;
– Verbundverpackungen wie beschichtete Tüten von Katzen- oder Kleintierstreu;
– Verpackungen von Pflegeprodukten, zum Beispiel Hunde- oder Katzenshampoo, oder leere Zahnpastatuben;
– Putzmittelflaschen für die Reinigung von Käfigen und Katzentoiletten sowie Hygienesprays.

Wichtig: Deckel oder Schraubverschlüsse sollten getrennt von anderen Verpackungsbestandteilen in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack geworfen werden. Alle Verpackungen müssen restentleert sein, auch der Inhalt von Spraydosen muss unbedingt vollständig aufgebraucht sein.

Mehr Recycling: Glas und Papier entsorgen

Leere Glasverpackungen, zum Beispiel von Vitaminpräparaten oder Pflegeölen, werden nach den Farben Weiß, Grün und Braun sortiert in die passenden Glascontainer geworfen. Ins Altpapier kommen Umverpackungen oder Verpackungsbestandteile aus Papier und Karton.

Spielen: Wohin mit zerbissenen Bällen, alten Laufrädern & Co.?

Hund, Katze oder Hamster: Für eine artgerechte Haltung brauchen Haustiere nicht nur liebevolle Pflege und Futter. Sie müssen auch gut unterhalten werden. Zerbissene Hundeleinen, Bälle und kleineres ausgemustertes Spielzeug, zum Beispiel aus Kunststoff oder Holz, kommen in den Restmüll. Große Gegenstände wie ausgediente Kratzmöbel oder ein Katzenklo sind in der Regel ein Fall für den Sperrmüll. Alte Käfige, Fressnäpfe oder anderes Zubehör aus Metall können meist beim Wertstoffhof abgegeben werden. Über die genauen Vorgaben für Sperrmüll und Wertstoffhöfe informieren die regionalen Abfallberatungen. Steht eine Wertstofftonne zur Verfügung, dürfen neben Verpackungen auch kleinere Gegenstände aus Kunststoff und Metall dorthinein entsorgt werden.

Hygiene: Haare, Federn, gebrauchtes Katzenstreu & Co. richtig entsorgen

Tragen Haustierhalter*innen beim Reinigen von Käfig oder Katzenklo Einweghandschuhe, kommen diese danach in die Restmülltonne. Katzen- oder Kleintierstreu entsorgen sie ebenfalls am sichersten im Restmüll. Wird Naturstreu verwendet, darf Katzenkot in die Toilette entsorgt werden – aber immer ohne Katzenstreu! Das Naturstreu aus biologisch abbaubarem Material darf, je nach Regelung der Kommune, in die Biotonne. Dorthin gehören auch Tierhaare und Federn.

[1] Quelle: Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V.: Heimtierpopulation in Deutschland 2022 (https://www.zzf.de/marktdaten/heimtiere-in-deutschland)

Bildmaterial und die Pressemitteilung zum Download sowie weitere Informationen zum Thema richtige Mülltrennung finden Sie unter: www.mülltrennung-wirkt.de/presse

Über „Mülltrennung wirkt“

„Mülltrennung wirkt“ ist eine Initiative der dualen Systeme in Deutschland. Die dualen Systeme organisieren mit ihren Dienstleistern aus der Entsorgungs- und Recyclingbranche die Sammlung, Sortierung und Verwertung gebrauchter Verkaufsverpackungen. Grundlage für ihre Arbeit ist das Verpackungsgesetz. An der bundesweiten Initiative „Mülltrennung wirkt“ sind aktuell zehn duale Systeme beteiligt. Gemeinsam wollen sie über richtige Abfalltrennung und Recycling von Verpackungen aufklären, mit Irrtümern und Müllmythen aufräumen und möglichst viele Menschen zum Mitmachen motivieren.

Pressekontakt:
Pressebüro „Mülltrennung wirkt“
c/o Maria Marberg
Mobil: +49 (0)175 59 64 229
presse@mülltrennung-wirkt.deAxel Subklew, Experte der Initiative „Mülltrennung wirkt“
Tel.: +49 (0)2203 50 26 414 | Mobil: +49 (0)178 24 46 547
subklew@mülltrennung-wirkt.de
Original-Content von: Initiative „Mülltrennung wirkt“, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots